Futterspenden

Aufgrund der angespannten finanziellen Situation wären wir für Futterspenden aller Art (Hundefutter, Katzenfutter, Heu, etc.) sehr dankbar.


"Was sind sind das nur für Menschen?!"

Joggerinnen fanden im Wald angebundene, völlig abgemagerte Katze

Quelle: Landauer Zeitung


Von Jutta Lehmann

Landau. Lona Kreil vom Gnadenhof Lorena ist außer sich vor Wut: „Ich verstehe die Welt nicht mehr. Wer tut so was? Was sind das nur für Menschen?“ Vor zwei Tagen hörten zwei junge Mädchen beim Joggen im Wald ein leises, klägliches Miauen. Als sie dem nachgingen, fanden sie eine Katze mit einem Seil an einem Baum angebunden.„Nicht etwa am Wegrand, wo man sie hätte leichter finden können,“ erzählt Lona Kreil, „sondern sie mussten schon ein ganzes Stück in den Wald reingehen. Sie nahmen die Katze mit und riefen mich so gegen halb elf abends an. Ich habe sie erst einmal in meiner Tierpension untergebracht. Heute kommt sie aber in den Gnadenhof, wo sie von meiner Tierärztin untersucht wird und sie dann in Gesellschaft anderer Katzen ist.“

Nur Haut und Knochen.

Die Katze ist nicht mehr jung, aber sehr lieb und zutraulich. Ihr braun-weißes längeres Fell ist sehr gepflegt. Also müsse sie wohl irgend jemandem gehört haben, mutmaßt Kreil. „Wenn es nicht geregnet hätte die letzten paar Tage, wäre sie längst tot. Denn ohne Nahrung kommen Katzen ja lang aus, aber nicht ohne Wasser. Sie muss also tagelang, wenn nicht wochenlang dort am Baum angebunden gewesen sein, so abgemagert wie sie ist. Sie besteht ja nur noch aus Haut und Knochen.“Lona Kreil hat in ihrem Leben als engagierte Tierschützerin schon viel erlebt, ist aber immer wieder von solchen Fälle aus der Fassung zu bringen. „Wenn man das so lange macht, wird man kein Menschenfreund! Man ist immer wieder erschüttert über die Kaltherzigkeit oder gar Herzlosigkeit der Leute. Ich weiß nicht, was die sich dabei denken. Und je länger ich das mache, desto schlimmer wird es, hab ich den Eindruck. Es gibt immer wieder eine Steigerung.“Der letzte tragische Fall war die Katze, die mit Benzin übergossen gefunden wurde (wir berichteten). „Die Katze hat das nicht überlebt,“ bedauert Kreil. „Vermutlich waren das irgendwelche Jugendliche, die dabei gestört wurden, als sie sie mit Benzin übergossen, denn wahrscheinlich hätten sie sie dann auch noch bei lebendigem Leib angezündet.“

Die Ferienzeit droht

Lona Kreil sieht die angebundene Katze als einen Vorboten der nahen Ferien. „Was mich so wütend macht, ist, dass das nicht nötig wäre, Tiere auszusetzen, wenn man sie los haben will, noch dazu so, dass sie keine Überlebenschance haben. Denn es gibt ‘zig Möglichkeiten. Ich bin Tag und Nacht in der Tierpension zu erreichen. Aber selbst Katzen oder Hunde ins Tierheim zu bringen, wenn einem die Tierpension zu teuer ist, ist für manche Menschen schon zu viel Aufwand. Aber wer in den Urlaub fahren kann, der kann auch für sein Tier sorgen, denke ich. Nur das Problem ist, dass viele sich gar nicht um ihre Katzen kümmern. Sie lassen sie nicht kastrieren und die Jungen, die unkontrolliert auf die Welt kommen, werden dann halt einfach gegen die Wand geworfen. “Die Idee zur Tierpension kam Keil, um den Gnadenhof finanzieren zu können. „Jeder Euro, den ich damit verdiene, kommt dem Gnadenhof zugute. Und so konnte ich die großen Hunde- und Katzenhäuser sinnvoll nutzen.

Warnung vor Tierfängern

Eine andere Sache, auf die Lona Kreil aufmerksam machen will, ist die Gefahr, die freilaufenden Katzen nach wie von Tierfängern droht. „Manchmal bekomme ich aus einer Gemeinde vermehrt Anrufe, dass Katzen abgehen. Dann weiß ich, dass sie wieder in einem bestimmten Gebiet unterwegs sind. Wenn die Leute auffällige Kastenwägen ‘rumstehen sehen, sollen sie sich doch bitte wenigstens das Kennzeichen merken. Denn sonst kann man diesen Leuten nicht das Handwerk legen. Am Boden dieser Kastenwägen ist eine Öffnung, an der die Tierfänger nur noch auf die Katze zu warten brauchen. Denn von dort wird eine Spur mit Baldrian ausgelegt – da geht ihnen jede Katze, auch wenn sie noch so scheu ist, in die Falle. Das Fangen von Katzen um sie an Versuchslabore zu verkaufen ist strafbar, aber nach wie vor sehr lukrativ. Die Pharmafirmen zahlen nach wie vor für Katzen und auch Katzenfelle sind immer noch begehrt. Wie gesagt, die Grausamkeit der Menschen ist manchmal nicht zu fassen. Aber Gott sei Dank, gibt es auch noch andere Menschen, denn sonst würde man verzweifeln!“ Quelle: Landauer Zeitung

 

Nachtrag im August: Leider hat es die Katze trotz intensiver tierärztlicher Betreuung und Pflege durch unser Gnadenhof Team nicht geschafft.



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