Nun fehlt ihnen nur noch ein Zuhause

Die 17 Katzen, die der Gnadenhof aus einem Haushalt gerettet hat, sind nun zu vermitteln

Landauer Zeitung vom 19.06.2021 - von Monika Bormeth

Anfangs waren die Katzen sehr schüchtern, nun haben sie Vertrauen gefasst. Fotos: Gnadenhof

 

Landau. (mbo) Groß war der Schock für Lona-Renate Kreil und die Mitarbeiter des Gnadenhofs, als sie im April ein Hilferuf ereilte: 17 Katzen aus einem einzigen Haushalt konnten von der Besitzerin nicht mehr versorgt werden und brauchten dringend eine neue Unterkunft. Verschreckt und in schlechtem Zustand kamen die Tiere in den Gnadenhof. Rund zwei Monate später hat sich ihr Zustand gebessert und die Gnadenhof-Chefin kann darüber nachdenken, sie zu vermitteln. 

„Die Katzen haben den tierärztlichen Rund-um-Check hinter sich. Sie sind geimpft, entwurmt, kastriert oder sterilisiert“, berichtet Lona-Renate Kreil. „Sie sind auch alle topfit.“ Der Großteil sei mittlerweile ein wenig zutraulicher geworden. Anfangs haben sich die Tiere kaum aus ihren Verstecken getraut, mittlerweile genießen sie Streicheleinheiten der Mitarbeiter im Gnadenhof. Die ersten Tiere sind auch bereits in ein neues Zuhause eingezogen.

Zehn Katzen aus dem 17er-Pack warten allerdings noch auf neue Besitzer. Am liebsten würde Lona-RenateKreil sie jeweils zu zweit abgeben. Fast noch wichtiger ist ihr, sie als Wohnungskatzen zu vermitteln. „Die Tiere sind diese Haltungsform gewöhnt“, sagt sie. „Ich fürchte, diese Katzen würden sofort ausbüxen, wenn man sie zum Freigänger machen wollte.“ Noch einen Vorteil sieht sie: „Wohnungskatzen werden nicht überfahren und nicht geklaut.“ Die 17 Katzen sind nicht das einzige Beispiel für ungewollten Nachwuchs bei den Vierbeinern. Erst kürzlich hat der Gnadenhof 13 Babykätzchen aus einem Reitstall bekommen, „Und das alles nur, weil so viele Leute ihre Kater unkastriert durch die Gegend laufen lassen“, bemängelt Kreil. Bis diese kleinen Katzen vermittlungsfähig sind, wird noch eine Zeit vergehen. „Das dauert noch mindestens sechs bis sieben Wochen.“ Dann allerdings wird ein ganzer Schwung junger Katzen in gute Hände abzugeben sein. Auch da gilt: am liebsten nur zu zweit. Informationen gibt es beim Gnadenhof unter der Telefonnummer 09951/8574.

 

Download


Wenn aus Tierliebe Überforderung wird

17 Katzen hat der Gnadenhof aufgenommen: Sie kommen aus einem einzigen Haushalt

Landauer Zeitung vom 08.04.2021 - von Monika Bormeth

 

 

 Versteckt sitzt diese Katze in der Höhle des Kratzbaums. Zum Streicheln ist sie noch nicht aufgelegt. Foto: Monika Bormeth

 

Landau. (mbo) Einen Neuzugang von neun Katern und acht Kätzinnen hat der Gnadenhof von Lona-Renate Kreil in Wolfsdorf kürzlich verzeichnet. Man könnte sich nun darüber wundern, dass so viele Katzen gleichzeitig abgegeben werden. Die schockierende Wahrheit ist aber, dass die 17 Tiere alle vom gleichen Besitzer stammen. Sie waren nie in tierärztlicher Behandlung, die Kater sind nicht kastriert, die Katzen nicht sterilisiert. „Da kommt eine riesige Aufgabe auf uns zu“, ist sich Gnadenhofbetreiberin Lona-Renate Kreil bewusst.

 

Bis vor Kurzem haben sie noch das erste Stockwerk eines ländlich gelegenen Wohnhauses etwa eine halbe Stunde von Wolfsdorf entfernt bewohnt. Jetzt sind die Katzen im neu errichteten Katzenhaus des Gnadenhofs untergebracht. Kater und Kätzinnen getrennt. Wenn man die zwei Räume besucht, laufen einem aber keine Tiere entgegen. Obwohl es so viele sind, muss man genau schauen, um sie zu entdecken. Eng aneinandergeschmiegt haben sie sich in die Höhlen der Kratzbäume zurückgezogen oder sitzen geduckt in versteckten Ecken auf dem Boden. Besucher werden ängstlich beäugt. „Die Katzen sind natürlich nach ihrer Vorgeschichte äußerst scheu“, sagt Lona-Renate Kreil. „Es wird eine ganze Weile dauern, bis sie wieder Vertrauen zu Menschen fassen können. Meine Mitarbeiter sind mit sehr viel Einfühlungsvermögen dabei.“

 

Als Mann ins Krankenhaus kam, war Schluss
Die 17 Katzen gehörten einem älteren Paar. Als der Mann krank wurde und ins Krankenhaus musste, hat sich die Frau nicht mehr anders zu helfen gewusst und den Gnadenhof angerufen, wie Kreil erzählt. „Die Dame hat von ‚einigen‘ Katzen gesprochen. Da habe ich mir noch nichts gedacht. Als sich dann herausgestellt hat, dass es 17 sind, hat mich fast der Schlag getroffen.“ Es hat mehrere Anläufe gebraucht, bis Kreils Mitarbeiter die Tiere in dem Haus einfangen konnten. Schnell stellte sich heraus, dass die Katzen noch nie von einem Tierarzt betreut wurden. „Man stelle sich das vor: Kater und Kätzinnen munter beisammen – da wären vermutlich in kurzer Zeit aus den 17 an die 30 Katzen geworden“, so Kreil, die ihren Ärger nicht verbergen kann.
Verantwortungslos finde ich so etwas.“Als Grund vermutet sie schlicht große Überforderung bei den Tierhaltern. Wie oft sich die Katzen untereinander schon vermehrt haben oder wie viele Tiere die Besitzer zu Beginn hatten, weiß die Gnadenhof-Chefin nicht. Neben einigen älteren Katzen sind laut Kreils Tierärztin auch viele jüngere Tiere zwischen acht und zehn Monaten dabei. „Das ist ein Vorteil, weil wir jüngere Tiere in der Regel gut vermitteln können“, weiß Lona-Renate Kreil.
Weil die Katzen bislang nur im Haus gehalten wurden, kann sie sich sogar eine Vermittlung als Wohnungskatzen vorstellen – allerdings ausschließlich unter besseren Bedingungen und nicht in solch großer Stückzahl. Bis die Katzen zur Abgabe bereit sind, wird noch eine ganze Weile vergehen. Die Tiere müssen erst Vertrauen fassen. Außerdem will die Gnadenhof-Chefin die Kater kastrieren und die Kätzinnen sterilisieren lassen. „Das hat nun oberste Priorität. Danach werden sie geimpft und gechippt.“ Der Tierarzt-Marathon ist für Lona-Renate Kreil nicht nur organisatorisch, sondern auch finanziell eine Herausforderung. Sie hofft, dass einige Tierfreunde sie mit Spenden unterstützen. „Darüber hinaus bin ich dankbar, dass ich noch so rüstig bin und den Elan habe, solche Projekte zu bewältigen.“

 

„Nach Corona werden Berge von Tieren kommen“
Dass Lona-Renate Kreil aktuell in ihrem Katzenhaus genügend Platz für die Neuzugänge hatte, ist auch der Tatsache geschuldet, dass sie zuletzt viele Katzen vermitteln konnte. Einerseits freut sie sich darüber, andererseits sieht sie die wachsende Nachfrage nach Haustieren während der Corona-Pandemie mit gemischten Gefühlen. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Tierheime Berge von Katzen und Hunden aufnehmen müssen, wenn eines Tages wieder Normalität einkehrt.“ Darüber will sie im Moment aber besser noch nicht genauer nachdenken.

 

Tierfreunde gesucht
Wer Gnadenhofbetreiberin Lona-Renate Kreil bei der Kastration der Katzen unterstützen möchte, kann auf das Spendenkonto einen Beitrag leisten:
VR-Bank Landau, IBAN: DE51741910000007712022, BIC: GENODEF1LND oder an die
Postbank München, IBAN: DE32700100800002408805, BIC: PBNKDEFFXXX.
 

Download


Das Katzenhaus im Gnadenhof ist den Tieren noch nicht vertraut. Foto: Monika Bormeth


Mit ängstlichen Augen wird die Umgebung beobachtet. Foto: Monika Bormeth


Zurückgezogen im Körbchen: Im Moment sind die Katzen noch scheu. Foto: Monika Bormeth


Nicht nur fürs Dach hat es gereicht
Landauer Zeitung vom 30.12.2020 - von Monika Bormeth

 

 Gnadenhof-Betreiberin Lona-Renate Kreil hat im Außenbereich eine Krippe aufgebaut. Foto: Monika Bormeth

 

Landau. (mbo) Lona-Renate Kreil, Betreiberin des Gnadenhofs, zieht eine positive Bilanz zu 2020. Trotz Coronapandemie haben ihre Stammspender und viele weitere Tierliebhaber sie nicht im Stich gelassen und tatkräftig unterstützt. Hatte sie anfangs noch Bedenken, ob sie die Kosten für ein neues Scheunendach auch stemmen kann, so kam schlussendlich sogar eine viel höhere Summe zusammen. Dank der großen Spendenbereitschaft konnte der Gnadenhof auch die Holzverkleidung an der Scheune erneuern. Dankbar ist die Gnadenhof- Betreiberin auch darüber, dass sie bislang keinen Coronafall unter ihren Mitarbeitern verzeichnen musste: „Wir haben einen sehr gesunden Arbeitsplatz. Immer draußen an der frischen Luft und weit voneinander entfernt.“ Als größtes Glück empfindet es Kreil, dass sie zu ihren Schutzbefohlenen, den Tieren, keinen Abstand halten muss. Die Hunde und Katzen können weiterhin gekrault werden und auch zu ihrem Lieblingspferd muss die Gnadenhof- Chefin nicht auf Distanz gehen. Weil dieses Jahr keine Veranstaltungen stattfinden konnten, hat sie im Außenbereich in der Weihnachtszeit für Passanten eine Krippe und einen Wünschebaum aufgebaut.

 

Download


Positives auch im Pandemiejahr

Landauer Zeitung vom 30.12.2020 - von Monika Bormeth

 

 

 Die Scheune hat nicht nur ein neues Dach, sondern auch eine neue Holzverkleidung. Fotos: Monika Bormeth/Archiv

 

Landau. (mbo) Eine Krippe mit lebensgroßen Figuren hat Besucher des Gnadenhofs in Wolfsdorf in den vergangenen Wochen erwartet. Gnadenhof-Chefin Lona-Renate Kreil hat den Schuppen kurzerhand zur weihnachtlichen Kulisse umfunktioniert und mittels Wünschebaum viele Spender bewegen können, ihre Einrichtung zu unterstützen. Nicht nur deswegen zieht Lona- Renate Kreil ein positives Fazit. 2020 ist eigentlich ein Krisenjahr. Lona-Renate Kreil ist in diesen Tagen umso zufriedener, dass sie auf dem Gnadenhof einiges vorwärtsbringen konnte: „Ich bin sehr dankbar, dass meine Stammspender und viele weitere Tierliebhaber uns wieder so gut unterstützt haben.“ Dankbar ist sie obendrein, dass sie bislang noch keinen Coronafall unter ihren Mitarbeitern hatte. „Wir haben das Glück, einen der gesündesten Arbeitsplätze zu haben“, meint die rüstige Gnadenhof-Betreiberin, während sie sich den warmen Schal zurechtzupft. Sie und ihre Leute sind den ganzen Tag überwiegend an der frischen Luft tätig und auf dem großen Gelände weit voneinander entfernt. Zu den Tieren ist kein Abstand nötig „Das größte Glück ist, dass wir zu unseren Schutzbefohlenen keinen Abstand halten müssen“, findet Kreil. Katzen und Hunde dürfen von den Mitarbeitern auch in der Pandemie weiterhin liebevoll gekrault werden. Lona-Renate Kreil mag es, ihren Kopf an den Kopf ihrer Lieblingspferde zu halten und den ganz eigenen Geruch der Tiere einzuatmen: „Das gibt mir ein  positives Gefühl.“ Ein positives Gefühl hat die betagte Tierliebhaberin auch, wenn sie die große Scheune in Augenschein nimmt. Das Gebäude, das vor wenigen Monaten noch historisch anmutete, sieht nun aus wie neu. Eigentlich hatte Lona-Renate Kreil lediglich vorgehabt, das Dach neu decken zu lassen. Die Zweifel, ob sie das Geld dafür zusammenkratzen kann, waren groß. Schließlich konnten im Coronajahr Veranstaltungen wie der Tag der offenen Tür, an dem in der Regel gut gespendet wurde, nicht stattfinden. Dennoch hat es geklappt. Der Gnadenhof hat sogar so viele Spenden bekommen, dass nicht nur das Dach der Scheune neu gedeckt, sondern auch deren Holzverkleidung komplett erneuert werden konnte. Gassi gehen ist weiterhin erlaubt Besucher können sich im Moment das Ergebnis nur aus der Ferne ansehen. Weiter als bis zum Gartentor kommt im Augenblick niemand mehr. Den Gassigehern wird der Hund am Tor übergeben. Kreil ist dankbar, dass das Spazierengehen auch während des Lockdowns erlaubt ist, damit die Vierbeiner weiterhin das Privileg genießen, auch mal rauszukommen. Im Außenbereich hat die Gnadenhof-Betreiberin auch einen Teil ihres Strohschuppens geöffnet und dort eine Krippe mit großen Figuren eingerichtet. Dazu spielt Weihnachtsmusik und an einem Wunschbaum hat sie notiert, womit man dem Gnadenhof eine Freude machen könnte. Viele Futterspenden, aber auch Putzmittel und andere notwendige Utensilien sind daraufhin eingegangen. Einen Einbruch durch die Pandemie spürt Lona-Renate Kreil allenfalls bei den Besucherzahlen in ihrer Tierpension. „Da macht sich bemerkbar, dass die Leute kaum mehr in den Urlaub fahren können. Lediglich haben wir ein paar Tiere bei uns, wenn Herrchen oder Frauchen mal ins Krankenhaus müssen.“ Katze in Transportkorb abgegeben Nach wie vor steht das Telefon bei Lona-Renate Kreil selten still. Gerade eben hat jemand wieder eine streunende Katze entdeckt. Katzen zählen generell zu den Tieren, die immer wieder zahlreich in den Gnadenhof einziehen – auf den unterschiedlichsten Wegen. Erst kürzlich ist dem Gnadenhof ein Transportkorb mit Katze gebracht worden. Der Finder hat berichtet, den Korb samt Tier auf einem Autobahnparkplatz gefunden zu haben. „Ich habe noch nie jemanden weggeschickt“, konstatiert Kreil. „Warum die Leute ihre Tiere nicht einfach vorbeibringen, sondern sie irgendwo abstellen oder wegwerfen, ist mir immer noch unbegreiflich. Dafür gibt es eigentlich keine sinnvolle Erklärung.“ Zuletzt konnte sie einen Großteil der Katzen wieder vermitteln. Einige besonders scheue Samtpfoten leben nach wie vor auf dem Gnadenhof. Sie zu vermitteln, ist nicht so einfach. „Die meisten Leute wollen eine Schmusekatze. Bei diesen Katzen braucht es Fingerspitzengefühl und ganz viel Zeit und Geduld, damit sie zutraulich werden.“ Im kommenden Jahr hat Lona- Renate Kreil vor, einen Quarantänebereich für Hunde zu errichten. Mit Corona hat das nichts zu tun, es handelt sich um eine Vorgabe vonseiten des Veterinäramts, die auch ohne Pandemie anfallen würde. „Die Maßnahme dürfte zu schultern sein. Nach den positiven Erfahrungen mit der Scheune bin ich da optimistisch.“

Download


 Von Tieren und Menschen

Renovierungsarbeiten am Gnadenhof: Ein neues Dach für ein neues Glück
Landauer Zeitung vom 07.07.2020

 

 Die Renovierungsarbeiten sind bereits in vollem Gange  Fotos: Till Monet

 

Landau. (tim) Die Renovierungsarbeiten am Gnadenhof Lorena haben am Montag angefangen. Die alte Scheune bekommt nun ein neues Dach. Es sei „dringend nötig“ gewesen, erklärte Hofbesitzerin und Schutzvereinsgründerin Lona-Renate Kreil: „Es hat überall reingeregnet“, fügte sie hinzu.Die knapp 40000 Euro Baukosten wurden komplett durch Spenden finanziert. „Es ist eine Riesensache. Ich bin sehr froh und dankbar.“, verkündete Lona-Renate Kreil. „Allein für die Fixkosten brauche ich 10000 Euro monatlich.“, erklärte sie. Auf dem Hof beschäftigt sie sieben Mitarbeiter. Außerdem ist sie beinahe täglich mit dem Tierarzt in Kontakt, da die meisten Tiere alt sind und Medikamente brauchen. Ohne finanzielle Unterstützung sei die Sanierung nicht möglich gewesen. Deshalb rief die Tierliebhaberin Ende Juni zum Spenden auf (wir berichteten). Durch zwei Großspenden und zahlreiche kleinere Spenden konnte die ganze Summe zusammengebracht werden. „Wer hier spendet, weiß, es kommt den Tieren zugute“, so Kreil. Im Winter werden die Pferde auf jeden Fall eine trockene Unterkunft genießen können. Seit Sonntag beherbergt der Gnadenhof zwei neue Schützlinge. Die auf vier bis fünf Jahre geschätzten Katzen sind am Sonntag auf einem Autobahnparkplatz ausgesetzt worden. „Ich finde das lieblos hoch drei“, reagierte Kreil empört. Beide Feliden sind gepflegt und sehen auf den ersten Blick gesund aus. Neben dem Gnadenhof betreibt Lona-Renate Kreil seit 2016 auch eine Pension für Hunde und Katzen. „Dies ist ein kleiner Zuschuss, den ich für den Gnadenhof verdiene“, erläuterte sie. Momentan sei aber wegen Corona kein Hochbetrieb. Ferner können sich Tierfreunde über die Möglichkeit freuen, täglich zwischen 14 und 16 Uhr mit den Gnadenhof-Hunden Gassi zu gehen. „Wir haben eine tolle Mannschaft, die regelmäßig mit den Hunden spazieren geht. Jedes Mal kommen neue Leute“, freut sich die Hofbetreiberin.

Download



 Gnadenhof-Betreiberin Lona-Renate Kreil hofft auf Spenden

Ein neues Dach für den Landauer Gnadenhof soll her

Autorin: Monika Bormeth, Landauer Zeitung, 25.06.2020

Lona-Renate Kreil, hier mit ihrer Hündin Maia, hofft darauf, dass sie das Dach der Scheune im Hintergrund im Herbst erneuern lassen kann. Der Tag der offenen Tür, an dem sie gerne einen symbolischen Dachziegelverkauf gestartet hätte, wird coronabedingt nicht stattfinden. (Quelle:Bormeth)

 

Der Gnadenhof für Tiere von Lona-Renate Kreil lebt fast ausschließlich von Spendengeldern. Durch Corona ist die Arbeit dort nicht weniger geworden. Dafür brechen viele Gelegenheiten weg, um Spenden zu sammeln. So kann Lona-Renate Kreil ihren Tag der offenen Tür nicht halten. Das trifft sie hart. Die alte Scheune, in der sie die Pferde untergebracht hat, braucht dringend ein neues Dach. Die Spendenaktion, die Kreil sich eigens ausgedacht hat, ist nun hinfällig.

Gut 30 000 bis 40 000 Euro wird es voraussichtlich kosten, die alte Scheune - Baujahr 1953 - wieder auf Vordermann zu bringen. "Den Löwenanteil machen der Dachstuhl und das Dach aus", erklärt Gnadenhof-Betreiberin Lona-Renate Kreil mit Blick auf das große Gebäude. Lange hat sie gewartet, nun ist die Maßnahme nicht mehr aufschiebbar. "Der Dachdecker hat mir dringend dazu geraten. Sollte es mal wieder einen schneereichen Winter geben - das wäre bei dem jetzigen Dachzustand fatal." Kreil hofft, dass sie die Maßnahme finanziell stemmen kann. Für ihren alljährlichen Tag der offenen Tür hätte sie sich eigentlich schon eine besondere Aktion überlegt, um Spenden zu sammeln. "Ich hätte zum symbolischen Kauf von Dachziegeln aufgerufen. Außerdem konnten wir beim Tag der offenen Tür immer Einnahmen über Tombola und Essensverkauf generieren. Das fällt jetzt alles weg."

 


 

Schöne Erlebnisse auf dem Gnadenhof: Die Enten haben ihre zwei Neuzugänge gleich aufgenommen und leben nun als tierische Patchworkfamilie zusammen. (Quelle: Bormeth)

 

Während des Lockdowns kamen mehr Gassigeher

In ihrem Betrieb hat Lona-Renate Kreil durch Corona vor allem bei der Tierpension Einschränkungen verspürt. Das Arbeitsaufkommen auf dem Gnadenhof ist hingegen gleich geblieben. Während des Lockdowns haben sich vermehrt freiwillige Gassigeher angeboten: "Man hat gemerkt, dass die Leute Zeit hatten. Und Spazierengehen war ja erlaubt." Auch die eine oder andere zusätzliche Nachfrage nach Vermittlungstieren ist bei ihr eingegangen.

Leider, so Lona-Renate Kreil, registriert sie immer auch wieder Fälle, bei denen sich Halter ihrer Tiere entledigen. Erst vor wenigen Tagen stand wieder unangemeldet und ohne Kontaktdaten ein Karton vor ihrer Tür. Kreils Mitarbeiter vermutete erst eine Futterspende und staunte dann nicht schlecht, als ihm zwei niedliche, kleine weiße Entlein entgegenblickten. Was die Gnadenhof-Mitarbeiter in der folgenden Stunde erlebten, war für Lona-Renate Kreil eine tierische Freude. Zufälligerweise hat eine von Kreils Enten gerade drei Junge. Es war naheliegend, die zwei Neuzugänge zu der Entenfamilie zu gesellen. Lona-Renate Kreil strahlt bei der Erinnerung an die erste Begegnung der Enten übers ganze Gesicht: "So eine Blitz-Zusammenführung habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen. Erst sind die Entenkinder aufeinander zugelaufen und haben miteinander geschnäbelt. Dann kam die Entenmutter und hat die Neuen in Empfang genommen, als wären sie von Anfang an ihre Kinder gewesen." Die Enten-Patchworkfamilie, so nennt die Gnadenhof-Chefin sie, ist dann gleich gemeinsam zum nächsten Schwimmbassin gewatschelt und hat sich ein Bad gegönnt. Seitdem sind die Enten immer zusammen unterwegs. Die Gnadenhof-Mitarbeiter haben kurzerhand eine alte Hundehütte als Unterstand für die Nacht umfunktioniert und mit einem Türchen versehen.

Ihre Enten sind nicht für den Fuchs oder den Ofen

Kreil hat schon des Öfteren Füchse beobachtet, die dem Gnadenhof Besuche abstatten: "Die Füchse sollen auch leben dürfen. Aber meine Enten sind nicht zum Fressen da." Das gilt übrigens lebenslang. Bei Lona-Renate Kreil kommt keine Ente in die Bratröhre: "Deswegen sind diese Enten auch wahre Enten im Glück. Sie haben eine Familie gefunden und dürfen alt werden." Die Enten werden auch nicht vermittelt.

Hätte der anonyme Enten-Überbringer sich zu Wort gemeldet - die Gnadenhof-Chefin hätte ihn nicht weggeschickt. Lona-Renate Kreil hofft, dass sie weiterhin ihrer Leidenschaft mit dem Gnadenhof nachgehen kann. Die nächste Herausforderung ist das Scheunendach. "Ich muss ran - irgendwie wird es gelingen." Spendenkonten gibt es bei der VR-Bank Landau, IBAN: DE51741910000007712022, BIC: GENODEF1LND, und bei der Postbank München, IBAN: DE32700100800002408805, BIC: PBNKDEFF.


Bericht der Landauer Zeitung vom 10.12.2019

"Jedes Tier hat ein anderes Schicksal“ Lona-Renate Kreil lud zur Tierweihnacht auf den Gnadenhof nach Wolfsdorf

 

Fotos: A. Schwarzmeier

Die Hunde des Gnadenhofs Lorena freuen sich über Besuch. Fotos: A. Schwarzmeier

Wolfsdorf. (as) Tierliebhaberin Lona-Renate Kreil hatte am zweiten Adventssonntag zur zweiten Tierweihnacht in den Gnadenhof Lorena eingeladen. Viele Besucher erlebten einen schönen Tag im Zeichen des Tierschutzes. Lona-Renate Kreil sitzt auf einer hölzernen Bank in der fast frühlingswarmen Sonne und plaudert mit den Besuchern. Weihnachtliche Musik erklingt aus Lautsprechern. Die Gäste genießen Glühwein und Lebkuchen. Viele Kinder, Frauen und Männer sind auf dem Gelände des Gnadenhofs Lorena und der Tierpension Kreil im Ashöckinger Weg unterwegs. Tierpflegerinnen führen die Besucher durch die Einrichtung. Ein Gast hält einen Eimer Möhren in seinen Händen. Eine Besucherin trägt einen Pott mit alten Semmeln. Tierpflegerin Monika Wunderlichhält Futtersticks für die Katzen und Leckerlis für die Hunde bereit. „ Jedes unserer Tiere hat seine eigene Geschichte“, erzählt sie. Da ist Iwan, ein etwa siebenjährige Owijarka- Hund. „Er ist ein gutmütiges Tier mit einem weichen Fell. Er ist unser Riesenteddybär“, verrät die Tierpflegerin. Mia, die junge, verspielte und temperamentvolle Mischlingshündin und der siebenjährige Hund Flash wedeln vorfreudig mit dem Schwanz, als die Besuchergruppe an ihrem Gehege vorbeikommt. „Die beiden sind spielsüchtig und manchmal etwas verfressen“, lacht Tierpflegerin Monika Wunderlich, die die Besucher einlädt, die Tiere unter ihrer Obhut zu füttern. Vor allem die Mädchen und Buben sind mit Eifer bei der Sache und strecken Trockenfutter durch die Zaunmaschen.

Das neue Katzenhaus in Augenschein genommen
Dann geht es weiter zum neuen Katzenhaus, in dem viele Samtpfoten untergebracht sind. Erst kürzlich
konnte das Katzenhaus fertiggestellt werden, dass mithilfe von Spendengeldern und aus eigenen Mitteln errichtet wurde. Hier hat der rote Garfield eine Heimat gefunden, ein Fundkater, der zwar gechipt ist, aber in keinem Haustierregister registriert ist. Er ist anhänglich und sucht die Nähe der Menschen, die am Gehege vorbeiziehen. Bis heute hat sich sein Besitzer nicht gemeldet. Zwei herrenlose Langhaarkatzen, die rund um den Gnadenhof Lorena streiften und niemanden gehören, haben nun ebenfalls eine neue Bleibe bei Lona-Renate Kreil gefunden. „Die beiden waren ziemlich verwahrlost und hatten ein verfilztes Fell. Wir mussten sie in Narkose legen, um die Filzplatten aus dem Fell zu entfernen“, erzählen die Pfleger.Auch die hinkende Ziege Resi sowie die Ziegen Hilde und Heidi, Max das Schaf und Sammy der Esel freuen sich, als ihnen die Gäste Karotten und Semmeln über das Gatter zustecken. „Mit meinen Tieren binich rund um die Uhr beschäftigt. Doch ich bin zufrieden. Wir haben einen neuen Trakt für die Hundepension und auch im Gnadenhof gibt es viel zu tun“, erzählt die 85-jährige Chefin Lona-Renate Kreil. Derzeit sind auf dem Gnadenhof Lorena etwa 40 Hunde, 50 Katzen, Kleintiere, Ziegen, ein Esel, Schafe und sechs Pferde sowie Kleintiere beheimatet. „Der Gnadenhof und die Pension sind mein Lebenswerk“, sagt Kreil. Seit über 20 Jahren betreibt sie die Einrichtung des Gnadenhofs in Wolfsdorf. Seit Ende 2016 befindet sich auch die neu gebaute Tierpension auf dem Gelände. Doch die Liebe zu den Tieren begleitet sie schon ihr ganzes Leben lang. 1979 erwarb Lona-Renate Kreil in Gangkofen einen kleinen Hof. Bereits dort nahm sie Tiere auf. Nach zehn Jahren kaufte sie ein Landauer Anwesen in der Weidenstraße, wo sie 1990 ihr Tierheim eröffnete. Später kam der Gnadenhof in Wolfsdorf dazu. Im Rahmen des Anschlusses der DGF3 an die B20 musste sie ihr Tierheim in der Weidenstraße aufgeben, da das Grundstück benötigt wurde. Daher zog sie auch mit dem Tierheim nach Wolfsdorf. Lona-Renate Kreil beschäftigt derzeit sieben Angestellte. Immer wieder gibt es Tierschicksale, die bewegen, wie die des Schäferhundes Fedo, ein Zuchtrüde, der mit seiner Mutter in den Gnadenhof einzog. „Eines Nachmittags hat Fedo mit seiner Mutter im Hof zusammen gespielt. Er wich ihr nicht mehr von der Seite und hat sie immer wieder beleckt. So ein Verhalten hatte er zuvor noch nie gezeigt. Abends kamen sie in die Box. Als wir nach eineinhalb Stunden nachschauten, saß Fedo neben seiner Hundemutter, die verstorben war. Fedo hat gespürt, dass seine Mutter sterben wird. So derart feinfühlig können nur Tiere sein“, glaubt Lona-Renate Kreil.

Das Gefühl, gebraucht zu werden, gibt ihr Energie
„Das Gefühl, wirklich noch gebraucht zu werden und noch zu etwas nütze zu sein, gibt mir die Kraft und die Energie für die Tiere. Nur manchmal, wenn es den ganzen Tag hektisch zuging, dann genieße ich am Abend die Ruhe. Ich schare meine Hunde um mich herum und esse meine Milka-Schokolade“, erzählt
die Tiermutter. Nicht nur alte Tiere finden in Wolfsdorf eine Heimat, sondern auch jüngere Tiere, die vermittelt werden. „Alle Katzen in unserem Katzenhaus suchen neue Besitzer“, sagt Kreil, die sich freut, dass sie von vielen ehrenamtlichen Helfern unterstützt wird und auch über die Hundespaziergänger ist sie froh. „An manchen Samstagen und Sonntagen sind alle meine Hunde unterwegs“, sagt sie und lacht. Eine große Freude war es für die Tiermutter auch, dass so viele Gäste zur Tierweihnacht gekommen sind. Bei einer Tombola konnten die Besucher ihr Glück versuchen und an den Buden das ein oder andere handgemachte Geschenk erstehen, den Besuch des Nikolaus erleben und einer weihnachtlichen Geschichte lauschen. An einen grünen Fichtenbaum hatten die Tiere für die Gäste ihre Weihnachtswünsche aufgeschrieben: Hunde- und Katzenfutter, Putzmittel, Waschmittel, Schaufel und Besen, Schubkarren, XXL-Plastikwannen für Hunde, die als Schlafplatz dienen, Spielsachen für Hunde, Allzweckreiniger: „Es sind ganz simple Dinge, die wir für unsere Arbeit brauchen“, sagt die 85-jährige Frau, mit dem großen Herzen für einsame und verlassene Tiere, die mit der Tierweihnacht auch den Menschen ein paar freudige Stunden in der Vorweihnachtszeit bescherte. Mehr Fotos finden Sie unter www.
idowa.plus

Fotos: A. Schwarzmeier

Download


Esel Sammy liebt Karotten Fotos: A. Schwarzmeier


Bei der Tierweihnacht konnten die Besucher an den Buden Adventsschmuck erstehen. Fotos: A. Schwarzmeier


Bericht der Landauer Zeitung vom 19.10.2019

Eine neue Stätte für kleine Tiger

 Gnadenhof hat ein neu erbautes Katzenhaus – Viele herrenlose Tiere

 

So etwas habe ich noch nie erlebt" Abgmagerter Hund in Schachtel ausgesetzt - Trotz Rettungsaktion tot

Wolfsdorf. (mbo) Ein Katzenhaus – am besten wäre es eigentlich, wenn es gar keinen Bedarf für eine Einrichtung wie diese gäbe. Das wäre allerdings Wunschdenken. Lona-Renate Kreil bekommt auf ihrem Gnadenhof für Tiere jede Woche neue Katzen, herrenlose Fundtiere, nach denen kein Besitzer mehr fragt, oder solche, die der Besitzer abgibt, weil er sie nicht mehr haben möchte. Da ist es zumindest ein Trost, dass die Katzen nun in ein sauberes Gebäude einziehen dürfen: Lona-Renate Kreil hat ein neues Katzenhaus errichten lassen. Auf dem Gnadenhof in Wolfsdorf hat es in den vergangenen Jahren mehr Neuerungen gegeben. Hintergrund ist die Umsiedlung, die die mittlerweile 85-jährige Lona-Renate Kreil auf sich nehmen musste, als ihr Gebäude an der Weidenstraße im Zuge der Knotenpunkterrichtung an DGF3 und B20 weichen musste. Genau genommen war es ein Glücksfall, der Lona-Renate Kreil nicht nur ein neues Wohnhaus in Wolfsdorf, sondern auch neue Räumlichkeiten für ihre Tierpension gebracht hat. In den Gnadenhof hat sie nun zusätzlich selbst investiert, indem sie ein neues Katzenhaus hat errichten lassen. Eine „finanzielle Mammutaufgabe“ sei das gewesen, die sie teils aus eigenen Mitteln, teils mithilfe von Spendengeldern stemmt.

Das neue Katzenhaus hat drei beheizbare Katzenräume mit Freigehegen und eine Wirtschaftskammer. Jeder Raum ist etwa 18 Quadratmeter groß. Die Samtpfoten spielen im Freien, schmiegen sich in den Kuschelhöhlen der Kratzbäume aneinander oder maunzen dem Besucher auffordernd zu. Am besten wäre es natürlich, wenn sie gar nicht erst hier sein müssten. Lona-Renate Kreil bekommt fast jede Woche Fundkatzen geliefert. In den seltensten Fällen meldet sich ein Besitzer. Ausfindig machen kann man die Katzenhalter so gut wie nie: „Die Tiere sind selten gechipt“, so die Erfahrung von Lona-Renate Kreil. „Und wenn sie gechipt sind, sind sie oftmals nicht in die Register eingetragen. Da hilft der Chip dann natürlich gar nichts.“ Aber nicht nur Fundkatzen werden abgegeben. Oftmals sind es auch Tiere, die der Besitzer schlichtweg nichts mehr brauchen kann oder die Katze von der verstorbenen Oma, die der Enkel nicht haben möchte. Hinzu kommt die Problematik mit den vielen ungewollten Katzenbabys. „Weil die Leute ihre Katzen so selten kastrieren lassen.“ Lona-Renate Kreil ärgert sich immer wieder darüber. Wenn sie eine Katze vermittelt, dann nur kastriert oder sterilisiert. Die Tiere, die zu ihr gebracht werden, nimmt sie auf. Einem Besitzer ins Gewissen zu reden, es sich noch einmal zu überlegen, hält sie für sinnlos: „Wenn ich die Katze nicht nehme, wird sie eben an der nächsten Ecke ausgesetzt.“ Im Katzenhaus leben nun die Katzen, die wieder eine neue Heimat bekommen sollen. Darum hat Lona-Renate Kreil vor den Freigehegen eine Bank aufgestellt, auf der Besucher Platz nehmen und die Tiere in Ruhe betrachten können. Natürlich ist auch Streicheln erwünscht. Interessenten können sich unter 09951/8574 über die Katzen informieren. Lona-Renate Kreil bittet um Spenden auf ihre Spendenkonten bei der VR-Bank Landau (IBAN: DE51741910000007712022) oder bei der Postbank München (IBAN: DE32700100800002408805).

Download der PDF Datei


Bericht der Landauer Zeitung

"So etwas habe ich noch nie erlebt" Abgmagerter Hund in Schachtel ausgesetzt - Trotz Rettungsaktion tot 17.09.2019

So etwas habe ich noch nie erlebt" Abgmagerter Hund in Schachtel ausgesetzt - Trotz Rettungsaktion tot

Download als PDF


Zusammenfassung der kleinen und großen Ereignisse im Gnadenhof - August 2019

Dieser Monat war besonders turbulent, vor allem was meine Tierpension betrifft.

Alle Pensionsunterkünfte waren besetzt und wir hatten alle Hände voll zu tun, um jeden Gast zufrieden zu stellen. Da aber sehr viele Stammgäste dabei waren, die den Ablauf bei uns schon kannten, war vieles leichter zu händeln.

Die Tierpension ist sehr wichtig für mich, bringt sie doch einiges Geld, was im Gnadenhof dringend gebraucht wird. So manche Heu- und Strohlieferung kann ich mit diesem Geld bezahlen und auch manch benötigtes Arbeitsgerät, wie eine neue Schubkarre oder neuer Gartenschlauch, ist drin.

Der Gnadenhof hat auch etwas Zuwachs bekommen, vor allem einige Katzen. Doch trotz Ferienzeit konnten wir auch drei Katzen an private Plätze vermitteln.

Der Bau unserer neuen Katzenunterkünfte geht auch voran und wir hoffen Ende September den großen Umzug starten zu können. Da kommt viel Arbeit auf uns zu, denn die drei neuen Katzenräume müssen eingerichtet werden. Wir haben zwar schon Kratzbäume und Spielzeug gesammelt, könnten aber noch Sitzmöbel und Kuschelhöhlen gebrauchen, so dass wir die Räume gemütlich und ansprechend einrichten können. Für die Ausstattung des Wirtschaftsraums wären wir für stabile Regale sehr dankbar.

In diesem Sinne verbleibe ich

Ihre Lona Renate Kreil


Zusammenfassung der kleinen und großen Ereignisse im Gnadenhof - Juli 2019

Der Tag der offenen Tür war ein großer Erfolg und unseres Angebote wurden gerne in Anspruch genommen.

So wurden die Hunde und Katzen besucht und meine Mitarbeiter standen für Fragen gerne zur Verfügung. Ganz besonders waren die Tierfütterungenen bei Schafen, Ziegen und Esel, sowie natürlich bei den Pferden gefragt. Bei diesen Aktivitäten erfuhren die Besucher viel über die Lebensumstände der entsprechenden Tiere und wie sie zu uns gefunden haben. 

Der Tombolastand war ständig belagert und auch beim Flohmarkt machten viele ein kleines oder großes Schnäppchen. Das reichlich bestückte Kuchenbuffet war restlos ausverkauft und auch bei den warmen Mahlzeiten gab es nur noch leere Töpfe.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich bei der Bevölkerung aus Landau und Umgebung sehr herzlich für das rege Interesse am Wohlergehen des Gnadenhofes bedanken. Nicht nur am Tag der offenen Tür, sondern eigentlich das ganze Jahr über kommen fast täglich Besucher vorbei, die immer was für die Tiere mitbringen, sei es Futter, Decken oder Karotten für die Pferde. Auch werden manchmal Putz- und Desinfektionsmittel gebracht, die wir sehr gut gebrauchen können. Täglich müssen über 20 Hunde- und Katzenunterkünfte gesäubert werden und da ist ein großer Verbrauch an Allzweckreinigern und Desinfektionsmitteln vorprogrammiert. Herzlichen Dank für Ihr Engagement!

Wir haben auch zwei alte Ziegen aufgenommen, die "ausrangiert" werden sollten. Es war eine Freude mitanzusehen, wie unsere Schafe, Ziegen und Esel auf die Neuankömlinge zuliefen, sie umkreisten und beschnupperten und dann wie selbstverständlich in ihrem Zuhause aufnahmen.

Das sind so Glücksmomente, die mir helfen weiter zu kämpfen und so manchen Ärger, der nicht ausbleibt, vergessen zu machen.

In diesem Sinne

herzlichst Ihre Lona Renate Kreil


Zusammenfassung der kleinen und großen Ereignisse im Gnadenhof - Juni 2019

Heiß, heiß, heiß! Wir haben alle Hände voll zu tun, um den Tieren und den sie betreuenden Mitarbeitern diese Tage so gut wie möglich überstehen zu lassen. Unser Wasserverbrauch ist entsprechend, denn die Planschgelegenheiten werden ausgiebig in Anspruch genommen.

Die Vorbereitungsarbeiten für unseren Tag der offenen Tür -7.7.2019- verlaufen planmäßig und wir können diesem Tag mit freudiger Erwartung auf viele Besucher entgegen sehen. Vielleicht verliebt sich der eine oder andere Besucher in einen unserer Abgabehunde oder Abgabekatzen, sodass diese auf diesem Weg ein neues privates Zuhause finden.

Meine Katzen können diese heißen Tage noch am besten überstehen, denn in ihrem Freigehege steht ein schöner großer Laubbaum, in dessen Geäst man sich zurückziehen und den Schatten und die Kühle genießen kann.

In meiner Tierpension ist ein Hund - ein Dalmatiner- von seinen Besitzern nicht mehr abgeholt worden und die Eigentümer sind unbekannt verzogen. So ein schäbiges Verhalten kann ich einfach nicht verstehen und es macht mich ärgerlich und traurig zugleich, wie manche Menschen mit ihren Tieren umgehen.

Ich habe diesen Hund jetzt im Gnadenhof aufgenommen und werde für ihn ein neues privates Zuhause suchen.

Soviel für heute.

Ihre
Lona Renate Kreil


Neugestaltung unserer Spielwiese

 

Die Spielwiese wurde für unsere Hunde neu gestaltet. Ein großzügig angelegter Pavillion sorgt bei Hitze für Schatten und bei Regen für einen geschützten Unterstand. Zudem wurde eine extra breite Wippe für ältere Hunde neu errichtet. Ein weitläufig angelegtes Klettergerüst mit überdachtem Turm sorgt für Abwechslung und spielerische Aktivitäten, insbesondere für unsere älteren Hunde.

 





Öffnungszeiten für unsere Hundespaziergängerinnen und Hundespaziergänger

Montag bis Sonntag (Feiertag) von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr


Der Gnadenhof bittet um Ihre Unterstützung!

Unser Gnadenhof finanziert sich hauptsächlich durch den Betrieb der Tierpension und den Spenden. Wir möchten Tierfreunde und Interessierte bitten, uns durch die Übernahme von Tierpatenschaften, Spenden aller Art, sowie durch die handwerkliche Hilfe am Gnadenhof verstärkt zu unterstützen. Gerade jetzt im Frühjahr fallen wieder allerhand Reparaturarbeiten und Arbeiten rund um das Grundstück an. Wenn Sie uns unterstützen möchten, bitten wir Sie, sich telefonisch bei Frau Kreil unter der Nummer 09951 / 8574 zu melden . 

 

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!


Sitz des Vereins:
Zuflucht für Hunde und Katzen e.V.
Weinbauerstr. 4, 82061 Neuried

Büro:
Ashöckinger Weg 4
94405 Landau

Tel./Fax 09951 / 8574